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Somnambulismus (Schlafwandeln)

Typ: Transitorisches Aurasymptom — entwickelt sich typischerweise allmählich über 5–20 Minuten und klingt innerhalb von 60 Minuten vollständig ab.


Was ist das?

Schlafwandeln oder Somnambulismus ist eine Arousalauffälligkeit, bei der Sie aus dem Bett aufstehen und motorische Aktivitäten ausführen — gehen, umhergehen — während Sie scheinbar schlafen. Sie sind sich normalerweise Ihrer Handlungen nicht bewusst und haben beim Aufwachen keine Erinnerung an die Episode.

Wie es sich anfühlt

Während einer Schlafwandelepisode bewegen Sie sich durch Ihr Zuhause ohne bewusste Wahrnehmung. Sie können in verschiedene Zimmer gehen, alltägliche Aktivitäten ausführen oder sprechen und gestikulieren. Beim Aufwachen haben Sie keine Erinnerung daran, was passiert ist. Manche Menschen erleben diese Episoden mehrmals pro Woche, während andere sie selten haben.

Wie Betroffene es beschreiben

Es gibt eine dokumentierte Verbindung zwischen Kindermigräne und Schlafwandeln. Forschungen zeigen, dass Schlafwandeln bei 28 % der migränekranken Kinder auftritt, im Vergleich zu nur 6 % der epileptischen Kinder und 5 % der neurologisch gesunden Kinder. Dieser signifikante Unterschied deutet darauf hin, dass Migräne und Somnambulismus einen gemeinsamen neurochemischen Mechanismus teilen könnten.

Verwandte Symptome

  • Körperbildstörungen
  • Depersonalisierung
  • Reduziertes Bewusstsein während der Aura
  • Motorische Symptome

Klinischer Hinweis

Wenn Sie wiederkehrendes Schlafwandeln erleben, erwähnen Sie es gegenüber Ihrem Arzt, da es als klinischer Marker für einen migräneähnlichen Hintergrund dienen kann, besonders bei Kindern. Obwohl Schlafwandeln selbst ein minimales Gesundheitsrisiko darstellt, sind Stürze und leichte Verletzungen möglich. Erwägen Sie umweltschutzmaßnahmen wie die Sicherung von Treppen oder Schlafzimmertüren.

Wenn diese Symptome zum ersten Mal auftreten oder sich anders zeigen als bei früheren Episoden, suchen Sie eine ärztliche Abklärung auf, um andere Ursachen auszuschließen.