Persistierende Kognitive Beeinträchtigungen
Typ: Persistierendes Aurasymptom — kann Wochen, Monate oder Jahre andauern. Häufig beidseitig (beide Ohren betroffen). Selten, aber gut dokumentiert.
Was ist das?
Persistierende kognitive Beeinträchtigungen sind anhaltende Schwierigkeiten mit Gedächtnis, Konzentration, geistiger Klarheit und Denken, die nach dem Ende der Migräneaura nicht verschwinden. Dies kann “Gehirnnebel”, Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsprobleme und langsamere mentale Verarbeitung einschließen.
Wie es sich anfühlt
Ihr Denken fühlt sich wolkig oder träge an, als würde Ihr Verstand nicht mit seiner normalen Geschwindigkeit funktionieren. Sie können Schwierigkeiten haben, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, besonders auf solche, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern. Gedächtnis fühlt sich unzuverlässig an — Sie vergessen Dinge leichter oder benötigen länger, um Informationen zu erinnern. Worte können auf der Zunge liegen, sind aber schwer abzurufen. Manche beschreiben ein persistierendes Gefühl der mentalen Müdigkeit oder die Unfähigkeit, klar zu denken. Aufgaben, die früher leicht waren, können nun mehr Anstrengung erfordern. Der Gehirnnebel kann frustrierend sein und kann Arbeit, Schule oder tägliche Aktivitäten beeinträchtigen.
Wie Betroffene es beschreiben
“Zuerst wurde mir sehr heiß, dann konnte ich mich nicht richtig konzentrieren. Ich sprach mit einem Kollegen und plötzlich ließ ich meinen Stift fallen und begann zu zittern.” — D.G.
“Ich bekomme diese seltsame Prodrome — fühle mich irgendwie ’nicht echt’. Auch Schwindel… Ich bekomme diese kleinen ‘schwachen’ Anfälle, bei denen ich das Gefühl habe, ohnmächtig zu werden, aber nie werde.” — S.
“Mein Gedächtnis war beeinträchtigt und obwohl ich vorher auf der Farm war, war ich mir nicht sicher, wie ich dorthin komme.” — P.A.
Was es verschlimmert
Kognitive Probleme verschlimmern sich oft während oder kurz nach Migräneanfällen. Stress, Angst und Sorge können die Konzentration weiter beeinträchtigen. Müdigkeit und Schlafmangel beeinträchtigen die mentale Funktionsfähigkeit erheblich. Der Versuch, anspruchsvolle kognitive Aufgaben auszuführen oder Multitasking zu betreiben, kann den Nebel verschlimmern. Manche Patienten berichten von Verschlimmerung während oder um die Menstruation herum. Hohe visuelle oder akustische Stimulation kann Kognitiven Belastung erhöhen und geistige Klarheit verschlimmern.
Was helfen kann
Ausreichender Schlaf ist entscheidend für kognitive Genesung. Stressabbau-Techniken, einschließlich Achtsamkeit und Entspannungspraktiken, können helfen, geistige Klarheit zu verbessern. Die Aufteilung von Aufgaben in kleinere, handhabbare Schritte und regelmäßige Pausen können helfen, Konzentrationsschwierigkeiten auszugleichen. Manche Patienten profitieren von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungen, um mit den durch kognitive Veränderungen verursachten Belastungen umzugehen. Die Vereinfachung des eigenen Zeitplans und die Reduzierung unnötiger Anforderungen während Phasen von Gehirnnebel helfen vielen Patienten. Körperliche Aktivität kann innerhalb von Grenzen kognitive Funktionen unterstützen.
Verwandte Symptome
- Gehirnnebel oder mentale Müdigkeit
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsschwierigkeiten oder Aufmerksamkeitsprobleme
- Wortfindungsschwierigkeit (Dysphasia)
Klinischer Hinweis
Persistierende kognitive Probleme werden von 10 von 60 Probanden mit definit persistenter Aura berichtet. Probleme bei der Aufrechterhaltung des Fokus werden von 2 Probanden und Störungen der visuellen Verarbeitung von 3 Probanden berichtet. Neuropsychologische Tests können helfen, die Art und das Ausmaß kognitiver Veränderungen zu klären. Eine Abklärung durch einen Neurologen ist wichtig, um andere Ursachen kognitiver Dysfunktion auszuschließen. Die meisten Patienten finden, dass Symptome mit angemessenem Tempo und Unterstützungsstrategien handhabbar sind. Ein normales MRT bestätigt persistente Aura ohne Infarkt.
Wenn diese Symptome zum ersten Mal auftreten oder sich anders zeigen als bei früheren Episoden, suchen Sie eine ärztliche Abklärung auf, um andere Ursachen auszuschließen.